Deutsche Gesellschaft für Sensorik e. V.
Arbeitsbereich Sensorik Non-Food
Alle Industriezweige beschäftigen sich mit der Haptik von Oberflächen z. B. bei Verpackungen.
Neben der klassischen Sensorik für den Lebensmittelbereich finden die Methoden der deskriptiven Analyse und der Konsumententestung breite Anwendung auch in anderen Bereichen. Über den Geschmacks- und Geruchssinn hinaus ist hier die sensorische Wahrnehmung durch den Tastsinn und das Gehör, sowie natürlich in allen Fällen auch das Sehen gefordert.
Ein prominentes Beispiel ist die Kosmetikindustrie, in der sich intensiv mit den haptischen und olfaktorischen Beschreibungen und Bewertungen der Produkte auseinander gesetzt wird. In der Autoindustrie finden alle Sinne ihren Einsatz: Es wird gefühlt, wie ein Bremspedal getreten wird, gehört, wie die Autotür zuschlägt, gerochen, wie der Neuwagen riecht. In der Zigarettenindustrie wiederum spielen Geschmack und Geruch die entscheidende Rolle.
All diesen Anwendungen ist gemein, dass sich die Methodik von der im Lebensmittelbereich nicht unterscheidet, in der Umsetzung der Methoden allerdings andere Rahmenbedingungen berücksichtigt werden müssen, z.B. haben klimatische Bedingungen einen großen Einfluss auf die Bewertung einer Creme. Es empfiehlt sich in klimatisierten Räumen zu arbeiten. Der klassische Konsumententest im Labor hingegen ist für ein Shampoo nicht sinnvoll durchzuführen, in der Kosmetikindustrie wird daher hauptsächlich mit In-Home-Use Tests gearbeitet.
Alles in allem wird die Sensorik im Non-Food Bereich breit eingesetzt. Es gibt hier aber noch viel Neuland und weitere Entwicklungsmöglichkeiten.